20.11.2024

Neuerungen im Strahlenschutz – Verzicht auf die gewohnten Röntgen-Schutzmittel


Neuerungen im Strahlenschutz – Verzicht auf die gewohnten Röntgen-Schutzmittel
Wilhelm Conrad Röntgen ca. 1900 (ungeschützt)
Das Bundesamt für Gesundheit hat 2024 in Erarbeitung mit der Fachgesellschaft der Medizinphysiker SGSMP die allgemeinen Empfehlungen für Röntgenschutzmittel geändert. Bis anhin wurden Patientenstrahlenschutzmittel (u.a. Röntgenschutzschürzen) verwendet um strahlenempfindliches Gewebe abzuschirmen. Dieses ist nun nicht mehr empfohlen.

Die eidgenössische Kommission für Strahlenschutz (KSR) wie auch andere nationale und internationale Organisationen empfehlen, bei Patient*innen in der gesamten radiologischen Bildgebung, also bei der konventionellen Radiographie, Mammographie, Fluroskopie, interventionellen Radiologie und Computertomographie (CT), sowie auch bei allen durchleuchtungsgestützten Untersuchungen im OP, keine Röntgen-Schutzmittel mehr einzusetzen. Neue internationale Studien und Berichte zeigen, dass die Dosisreduktion durch Röntgen-Schutzmittel vernachlässigbar ist und gleichzeitig auch verschiedene Nachteile durch den Gebrauch bestehen.

Die OrthoBase AG arbeitet in der Röntgenbildgebung, als auch dem interventionellen Röntgen (röntgengesteuerte Infiltrationen und Punktionen) mit modernen digitalen Geräte, die es ermöglichen mit minimalen Strahlendosen zu arbeiten, ohne Kompromisse bei der Bildqualität einzugehen.
Der Strahlenschutz wird durch die optimierten Prozesse der Bilderzeugung (moderne Röntgengeräte, optimiertes Bilderzeugungsprotokoll, gut geschultes Personal) eingehalten.

Auf Wunsch stellen wir Ihnen natürlich weiterhin Röntgen-Schutzmittel zur Verfügung

Das hat sich mit dem medizinischen Fortschritt geändert:


Reduktion der Strahlenbelastung durch moderne Geräte
Mittels der Digitalisierung des Röntgens genügen heutzutage oft minimale Strahlendosen für eine präzise Bildgebung. Strahlenempfindliche Organe sind bereits bestens geschützt.

Schutzmittel bieten Patient*innen wenig Nutzen
Neue Studien haben zeigen können, dass die gewohnten Schutzmittel die ohnehin geringe Strahlenbelastung bei Patient*innen nur minimal reduzieren, aber die Bildgebung stören können. Hilfspersonen tragen hingegen aus gesetzlichen Gründen weiterhin Schutzmittel.

Internationale Anpassung
Mit dem Verzicht auf die gewohnten Schutzmittel folgt die OrthoBase AG den wissenschaftlich fundierten Empfehlungen der Eidgenössischen Kommission für Strahlenschutz sowie weiteren nationalen und internationalen Organisationen. Diese Empfehlungen werden schweizweit umgesetzt.

© Ben Schulz